Kirchengemeinde Thedinghausen

Zum Kirchspiel Thedinghausen zählen neben dem Kirchort selbst auch die Ortschaften Dibbersen, Donnerstedt, Horstedt, Eißel, Oenigstedt, Bahlum und Emtinghausen. Die Gemeinde hat eine Ausdehnung in Nord-Süd Richtung von 14 km, die längste Breite beträgt fünf Kilometer.

Der Turm der Kirche in Thedinghausen hat eine Höhe von 42 Metern. Eingedeckt sind Turmhelm und Kirchendach mit Schiefer, passend zu den roten Ziegeln der Außenmauern. Auf beiden Längsseiten hat das Gebäude fünf große dreiteilige Kirchenfenster. Deren Rippen sind in Sandstein gearbeitet. Alle Fenster und Portale der Kirche sind spitzbogig gearbeitet, nähern sich jedoch der romanischen Rundbogenform.

Vor der Kirche befinden sich die drei Ehrenmale 1870/71, 1914 - 1918 und das von 1939 - 1945. Letzteres stellt eine trauernde Mutter dar und wurde von Professor Gorsemann aus Bremen geschaffen. Im Mauerwerk sind die Namen von 159 Gefallenen und Vermissten eingebrannt.

Lange Zeit war die Kirche von Thedinghausen Tochterkirche Lunsens. Ursprünglich umfasste der alte Sprengel der Lunser Kirche das gesamte alte Amt Thedinghausen. Da dies für nur eine Kirche sehr groß war, wurden neue Kirchen erfolgreich. Mitte des 12. Jahrhunderts wurden so die Kirchen in Intschede und Blender errichtet.

Da der Einzugsbereich der Lunser Kirche immer noch zu groß war, entstanden rund 100 Jahre später die Kapellen zu Schwarme und Thedinghausen. Als letzte dieser Tochterkirchen erlangte Thedinghausen erst 1912 ihre Selbständigkeit.

Vermutlich im 13. Jahrhundert wurde die oben genannte Kapelle in Thedinghausen errichtet. Der kleine, viereckige Steinbau befand sich im Nordostteil des heutigen Friedhofs. Im Jahre 1583 stürzte die Kapelle unter des Last ihres zu schweren Daches ein.

In den Folgejahren wurde der Gottesdienst aus einer Linde heraus gehalten, die neben der eingestürzten Kapelle stand. Da sie durch ihren Wuchs gut für eine Kanzel geeignet war, waren in ihren Stamm einige Stufen gehauen.

Erst im Jahre 1610 wurde der Beschluss gefasst, eine neue Kapelle zu bauen. Die Ausführung des Baus scheint allerdings nicht sehr gründlich gewesen zu sein, da das Gebäude bereits 1630 zusammenfiel.

Noch in den letzten Jahren des 30jährigen Krieges, im Juni 1643, wurde mit dem Neubau der Kapelle begonnen. Diese war ein Fachwerkbau mit einem Turm aus Ziegelsteinen. Im Jahre 1656 wurde sie vergrößert.

1704 bekam die Kirche Thedinghausen eine neue Glocke mit der Inschrift: "Zur Ehre Gottes und zum Heil der Christen ließen diese Glocke durch ihre Fürsorge und auf ihre Kosten herstellen die edlen und adligen Herren Burgmänner, mit dem zu dieser Zeit Amtmann, Pastor, Juraten und allen dieser Kirche von Herzen zugetanen Gemeindeglieder. Im Jahre 1704."

Die jetzige Maria-Magdalena-Kirche wurde 1871 eingeweiht.

Am 21. Dezember 2004 wurde die Kirchturmspitze mit Kreuz und Wetterhahn aus Sicherheitsgründen abgenommen.

Seit dem 12. September 2006 ist die Bekrönung mit Hahn, Kreuz und Kugel wiederhergestellt.

Bauarbeiten im Sommer 2007

Im Sommer 2007 wurden aufwändig Schäden an den Außenmauern der Kirche repariert und die Sandsteinabdeckungen der Pfeiler wieder befestigt. Außerdem wurden die Zifferblätter und Zeiger der Uhr restauriert und neu vergoldet.

Die Glocken erklingen wieder!

Von März bis Dezember 2009 mussten unsere 4 Glocken leider schweigen. Die erstellten Gutachten wurden ausgewertet, um das weitere Vorgehen zu planen. Es sind Reparaturarbeiten an den Glocken nötig, diese können aber nach neuen statischen Gutachten vorerst wieder in Betrieb genommen werden.

Seit Heiligabend 2009 ertönt das Geläut wieder und im Sommer 2010 wurden notwendige Reparaturarbeiten ausgeführt.

Innenrenovierung der Kirche 2014

Seit Anfang 2014 ist unsere Kirche nicht zugänglich, weil sie innen renoviert und neu vermalt wird. Die letzte Vermalung fand ca. 1954 statt.

Die Orgel ist eingepackt und geschützt und soll anschließend gereinig und renoviert werden. Die letzte Reinigung erfolgte 1968.

Maria-Magdalena-Kirche
Ehrenmahl
Turm der Kirche
Turm 2004 ohne Bekrönung
Zifferblätter vor der Montage
Die neuen Zifferblätter